Dienstag, 18. April 2017

Dance in the rain...


Nach 2 Wochen harter Gartenarbeit und der Umgestaltung meines Zengartens ist Ostern verregnet. Meine japanischen Ahorne freuen sich über den Regen, winken erfreut mit ihren zarten Zweigen und lehren mich Geduld ... life is not about waiting for the storm to pass it's about learning to dance in the rain...

Mittwoch, 12. April 2017

acer palmatum Sangokaku...


Ein Japangarten ist nie wirklich fertig, er unterliegt dem Wandel der Jahreszeiten, dem Wachstum und der Gestaltung des Gärtners. Ein fernöstliches Sprichwort sagt: Stillstand ist Rückgang. Nicht nur wir Menschen, auch die Natur muss sich manchmal neu erfinden, sich der Veränderung und neuen Lebensbedingungen beugen. Das Wochenende stand mit perfektem Wetter ganz im Zeichen des Gartens. Zu wuchsfreudige und arbeitsintensive Kugelrobinien wurden gefällt, die freien Plätze boten Raum für Wandel und Veränderung und trieben mich in eine herrliche saarländische Baumschule. Nach kurzem Stöbern führte mich der Blick des blitzartigen Erkennens sehr schnell zu einem japanischen Ahorn. Nun ist es ja nicht so, dass ich nicht schon zahlreiche Ahorne im Garten stehen habe, doch dieser Acer palmatum Sangokaku ist etwas Besonderes. Der sogenannte Korallenahorn besticht durch seine leuchtend rote Rinde mit grünem Blattwerk und ist eine Rarität unter den japanischen Ahornarten. Als Mehrfachstamm und seiner derzeit 2 m Wuchshöhe ist er einfach eine Augenweide. Schnell war klar, dass Baum und Geld ihre Besitzer wechseln. Zusammen mit einer japanischen Bergkiefer wird er in den Mini verladen. Mit umgeklappter Rückbank und dem Sangokaku bis zur Frontscheibe liegend trete ich die Heimfahrt an. Morgen wird er seinen Standort beziehen, Fotos folgen nach dem Austrieb, wenn Stamm und Blatt sich in fast märchenhaftem Kontrast zeigen. Hildegard von Bingen sagte: Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit und diese Kraft ist grün. Im meinem Fall rot/grün.


Acer Palmatum Katsura


Renovierungen und Modernisierungen haben ein Suchtpotenzial und einmal begonnen, können sie schnell eine Kettenreaktion nach sich ziehen. Das gilt für Haus und Garten gleichermaßen. Was vor mehr als zehn Jahren gepflanzt wurde, kann heute einer anderen Vorstellung unterliegen. Unser Geschmack verändert sich im Wandel der Zeit ebenso wie auch Anregungen Raum für neue Planungen geben. Anfang der Woche hatte ich mich dem Projekt Garten gewidmet und Bäume gefällt, neue gepflanzt und so entstanden wiederum viele neue Bilder in meinem Kopf, die mich wieder in die Baumschule trieben. Dieses Mal hatte ich schon auf dem Weg dorthin das Bild eines Goldahorns im Kopf und ich wurde tatsächlich fündig. Meine Wahl fiel auf einen prächtigen Acer palmatum katsura mit unbeschreiblichem rotgelbem Blattwerk. Wieder musste ein älterer Baum Platz machen und so steht der Katsura nun vor meiner Terrasse und verwöhnt mich schon beim morgendlichen Kaffee mit seinen Farben und seiner wunderschönen Schirmform. Seine zarten Blätter hüpfen aufmüpfig im Wind und die Sonne bringt immer wieder neue Farben hervor...life is about using the whole box of crayons...


Acer Palmatum...


Japanische Ahorne bringen herrliche Farben in jede Landschaft. Gestaltet man einen Japangarten, so dürfen Ahorne nicht fehlen. Die Frühjahrs- und Herbstfarben entscheiden über den Standort eines Acer Palmatum, da die Farben dramatische Effekte in den Garten bringen. Es gibt unzählige Sorten und Farbvarianten, ich habe grünen, pink-grün panaschierten, roten und goldfarbenen Ahorn an verschiedenen Plätzen gepflanzt, um jedem von ihnen seinen wohlverdienten Auftritt zu geben. Manche sind noch nicht vollkommen ausgetrieben und mit 1,5 bis 2 Metern Höhe haben sie noch gute Kapazität sich prächtig zu entwickeln. Die Endgröße liegt je nach Sorte bei 3-6 Metern und macht sie somit ideal für die Gartenpflanzung. Schon die Bibel lehrte uns...das Leben begann in einem Garten.


Zengärten und Wasserbecken...


In Japan sind Wasserbecken ein fester Bestandteil der Gartenkunst. Sie dienten ursprünglich zur rituellen Reinigung vor der Teezeremonie. Tsubukai Becken findet man in verschiedenen Größen und Formen. Sie sind bevorzugt aus Granit und dürfen in keinem japanischen Garten fehlen. Mein Tsukuba ist ein recht imposantes 70 KG Exemplar. Es wurde auf einer dicken Schieferplatte dekoriert, die im Boden versenkt wurde. Heute haben japanische Wasserbecken einen eher traditionellen und dekorativen Wert. So stehen auch die Steinlaternen häufig in der Nähe von Wasserbecken und sind zusammen ein Hauptbestandteil der Japangärten. Hier stehen sich die beiden Steinelemente minimalistisch dekoriert gegenüber und verbreiten in beide Blickrichtungen des Gartens japanisches Ambiente...


Mittwoch, 28. September 2016

Momiji oder der Herbst in Japan...



Der Herbst ist in Japan, ähnlich wie die Zeit der Kirschblüte im Frühjahr, ein großes Naturschauspiel, das Anlass für zahlreiche Veranstaltungen gibt, die oft seit Jahrhunderten gefeiert werden und sich dem Wandel der Zeit als auch dem Touristengeschmack angepasst haben. Von September bis in den November hinein hat Japan eine breite Palette an Naturschönheiten zu bieten…Allem voran die wunderbare Laubfärbung der Wälder. Mitte November feiert man Momiji…das Färben der Blätter. Dann stehen die Parks rund um Kyoto und Tokyo in prächtigen Farben...besonders verehrt wird der rote Ahorn für seine satten Rot-, Bronce- und Goldfärbungen. Auch heimische Wälder und Gärten zeigen bald Farbe. Eine arbeitsintensive Zeit und zugleich eine Zeit der Ruhe und Stille...Victor Auburtin sagte: Im Herbst steht in den Gärten die Stille, für die wir keine Zeit haben.


Von Zen Gärten und Moosen...



Moos ist in Japan ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Zen Klostergärten. Moose geben dem Japangarten Frische und diesen unverwechselbar waldigen Duft. Moos ist für Pflanzen und Bäume ein hervorragender Feuchtigkeitsspender und eine Bereicherung für die minimalistische Gartenkunst. Mein Japanmoos wurde gerade geliefert, sofort gewässert und eingepflanzt. In Japan sagt man, der Zen Garten spiegelt den menschlichen Geist in seinem Idealzustand...geordnet, ruhig, einfach und unkompliziert...

Sonntag, 27. März 2016

BONSAI Japanische Zierkirsche Prunus incisa



...hands in the dirt, head in the sun, heart with nature...to nurture a garden is to feed not just on the body, but the soul...große Bonsai Umtopfaktion, hier japanische Zierkirsche in handgetöpferter Mondschale...

Samstag, 8. Oktober 2011

Waldspaziergang...

Das Leben ist eine Art Waldspaziergang, man muss nur ein bisschen auf den Weg achten und kann bedenkenlos die Schönheit genießen.
Henning Pohlmann