Mittwoch, 12. April 2017

acer palmatum Sangokaku...


Ein Japangarten ist nie wirklich fertig, er unterliegt dem Wandel der Jahreszeiten, dem Wachstum und der Gestaltung des Gärtners. Ein fernöstliches Sprichwort sagt: Stillstand ist Rückgang. Nicht nur wir Menschen, auch die Natur muss sich manchmal neu erfinden, sich der Veränderung und neuen Lebensbedingungen beugen. Das Wochenende stand mit perfektem Wetter ganz im Zeichen des Gartens. Zu wuchsfreudige und arbeitsintensive Kugelrobinien wurden gefällt, die freien Plätze boten Raum für Wandel und Veränderung und trieben mich in eine herrliche saarländische Baumschule. Nach kurzem Stöbern führte mich der Blick des blitzartigen Erkennens sehr schnell zu einem japanischen Ahorn. Nun ist es ja nicht so, dass ich nicht schon zahlreiche Ahorne im Garten stehen habe, doch dieser Acer palmatum Sangokaku ist etwas Besonderes. Der sogenannte Korallenahorn besticht durch seine leuchtend rote Rinde mit grünem Blattwerk und ist eine Rarität unter den japanischen Ahornarten. Als Mehrfachstamm und seiner derzeit 2 m Wuchshöhe ist er einfach eine Augenweide. Schnell war klar, dass Baum und Geld ihre Besitzer wechseln. Zusammen mit einer japanischen Bergkiefer wird er in den Mini verladen. Mit umgeklappter Rückbank und dem Sangokaku bis zur Frontscheibe liegend trete ich die Heimfahrt an. Morgen wird er seinen Standort beziehen, Fotos folgen nach dem Austrieb, wenn Stamm und Blatt sich in fast märchenhaftem Kontrast zeigen. Hildegard von Bingen sagte: Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit und diese Kraft ist grün. Im meinem Fall rot/grün.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen